NuV-Abschlusstagung: Nutzerorientierte Versorgung bei chronischer Krankheit und Pflegebedürftigkeit

Im Mittelpunkt der Abschlusstagung der Forschungskooperation standen die Präsentationen der Promovendinnen, die den rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wissenschaft und Praxis im Konferenzbereich der FH Bielefeld Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten vorstellten.

Weitere Beiträge zu den beiden Themenschwerpunkten "Regional differenierte Versorgungskonzepte" und "Gesundheitskompetenz und Selbstmanagement" zur gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung verschiedener Zielgruppen ergänzten den Einblick in Lösungsansätze für eine bedarfsgerechte Versorgung in unterschiedlichen Lebensphasen.

Die vielfältigen Herausforderungen für eine nutzerorientierte, regionale Versorgungsplanung und -gestaltung wurden sowohl aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer als auch aus Sicht professioneller Akteurinnen und Akteure diskutiert. Dabei standen Möglichkeiten und Herausforderungen einer nutzerorientierten Versorgung, sowie daraus resultierende Konsequenzen für die Praxis im Fokus.

Fotogalerie der Abschlusstagung:

Fotograf:  Michael Adamski

Zum Tagungsbericht

Zur Pressemitteilung

 


 

Forschungswelten 2016 (München)

"Methodenvielfalt - Auf der Suche nach dem angemessenen Gegenstand"


Symposium: Neue Perspektiven!? Raumbezogene Forschung in der Pflegewissenschaft.
further information

Methodische Herausforderungen qualitativer Interviews – Erfahrungen aus zwei Studien zum subjektiven Erleben chronischer Krankheit und Pflegebedürftigkeit.
further information

______________________________________________________________________________________________________________________

Research Network User-oriented health care” extended to the end of the year 2016

The North Rhine-Westphalian Ministry of Innovation, Science and Research promotes the 10 research projects for another year.Transferring the findings into the region and international networking will be central issues in 2016. At the end of October a final (closing) conference in Bielefeld is planned."


 

 

Public Health-Kongress "Armut und Gesundheit" am 5. und 6. März in Berlin

Wie kann eine nutzerorientierte gesundheitliche und pflegerische Versorgung für vulnerable Zielgruppen vor dem Hintergrund regionaler Disparitäten gestaltet werden? Mit dieser Frage befassten sich MitarbeiterInnen der Forschungskooperation „NuV – Nutzerorientierte Versorgung bei chronischer Krankheit und Pflegebedürftigkeit“ auf dem diesjährigen Public Health-Kongress „Armut und Gesundheit“ am 5. und 6. März in Berlin.

Der Forschungsverbund präsentierte sich auf dem Kongress zum einen mit einem Fachforum zum Thema „Lebens- und Versorgungssituationen älterer Menschen im städtischen und ländlichen Raum – eine mehrperspektivische Analyse“. In dem Fachforum wurde mit den Teilnehmenden über räumliche und soziale Unterschiede in den Lebensbedingungen und Versorgungsstrukturen älterer pflegebedürftiger Menschen in städtischen und ländlichen Regionen  diskutiert. Dabei zeigte sich in den Beiträgen der ProjektmitarbeiterInnen die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Herausforderungen und Problemfelder.

Zum anderen wurden zwei Einzelbeiträge zum Themenschwerpunkt Jugendgesundheit in dem Workshop „Wohlbefinden und soziale Problemstellungen“ präsentiert. Hier standen Jugendliche mit einer chronisch psychischen Störung und besonderem Versorgungsbedarf im Fokus. Ihre spezifischen Versorgungsbedürfnisse in das Zentrum von Unterstützung und Therapieplanung zu stellen, ist ein noch wenig eingelöstes Versprechen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die unterschiedlichen Lebens- und Versorgungssituationen junger und alter Menschen in städtischen und ländlichen Räumen vielfältige Herausforderungen für die gesundheitliche und pflegerische Versorgung mit sich bringen, denen mit regionalspezifischen und nutzerorientierten Ansätzen begegnet werden sollte.

Der Forschungsverbund dankt allen Teilnehmenden für die angeregten Diskussionen!


 

Forschungswelten 2014 - NuV-Satellitensymposium

6. internationaler Kongress für Pflege- und Gesundheitsforschung

Am 4. und 5. Dezember 2014 fand an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar der 6. internationale Kongress „Forschungswelten“ zum Thema „Herausforderungen und Chancen der Pflege (-wissenschaft)“ statt.

Der Forschungsverbund NuV präsentierte sich unter der Leitung von Prof. Dr. Kerstin Hämel und Dr. Annett Horn auch 2014 wieder mit einem Satellitensymposium auf dem Kongress, diesmal zum Thema „Nutzerorientierte Versorgung in der Pflege – Grundlagen und Konzepte“.

Der erste Teil des Symposiums fokussierte die regional differenzierte Versorgung in der Pflege, die in den letzten Monaten zusehends in das Blickfeld von Wissenschaft und Praxis geraten ist (Kerstin Hämel). Die Beiträge betonten durchweg die Relevanz regionaler und nutzerorientierter Betrachtungen für eine bedarfs- und bedürfnisgerechte Pflege. Denn nicht nur der Pflegebedarf weist regionale Unterschiede auf, wie erste Analysen von MDK-Daten zeigen, auch das pflegerische Versorgungsgeschehen selbst unterliegt vielfältigen sozialen Einflüssen (Yvonne Queißer-Schlade, Angela Nikelski). Am Beispiel der Versorgungsherausforderungen auf dem Land wurde deutlich, dass sowohl politischen und strukturellen Voraussetzungen als auch kulturellen Besonderheiten in den Regionen verstärkt Rechnung zu tragen ist (Janina Kutzner, Heidi Panhorst).

Im zweiten Veranstaltungsteil standen die Konzepte „Selbstmanagement“ und „Health Literacy“ und ihre Bedeutung für eine nutzerorientierte pflegerische Versorgung im Mittelpunkt. Um die Konzepte für die Praxis stärker nutzbar zu machen, ist ihre theoretische und empirische Fundierung weiter voranzutreiben (Annett Horn). Erste Ergebnisse aus eigenen Studien zur Health Literacy älterer Menschen mit chronischer Krankheit und älterer Menschen mit einer geistigen Behinderung zeigen, dass eine differenzierte, zielgruppenspezifische Betrachtung sinnvoll ist (Dominique Vogt, Cornelia Geukes). Unterschiedliche Facetten des Selbstmanagements und zielgruppenspezifische Forschungsmethoden wurden für Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung und für Angehörige psychisch kranker Mütter diskutiert (Judith Greiwe, Sabine Roebers).

Aus den angeregten Diskussionen mit dem Fachpublikum konnten zahlreiche Anregungen und Ideen für die weitere Arbeit in den Forschungsprojekten mitgenommen werden – Danke!


 

 International Symposium

"Health Literacy: Stärkung der Nutzerkompetenz und des
Selbstmanagements bei chronischer Krankheit"

 

We would like to thank all participants and supporters for the successful symposium!

The program was organized in a two-day plenary session and three parallel poster sessions. Overall, the symposium offered 19 presentations by leading health literacy experts.

For the speakers presentations click here.

The poster sessions of the symposium offered the opportunity to explore innovative and interesting research projects and themes. In addition, the conference provided a valuable platform for sharing knowledge and networking with national and international colleagues.

 

Coordination:
Prof. Dr. Doris Schaeffer & Dr. Annett Horn
Tel.: + 49 (0) 521-106-3361
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

The conference was supported by the Robert Bosch Stiftung and the Ministry of Innovation, Science and Research NRW.

 

 


 


Workshop
„Regional differenzierte Versorgung - internationale Modelle und lokale Perspektiven“

Flyer (PDF)


Regionale Unterschiede im Versorgungsbedarf der Bevölkerung und die bedarfsgerechte, regional differenzierte Versorgungsgestaltungstanden im Mittelpunkt des Workshops, den die Forschungskooperation NuV (Fachhochschule Bielefeld, InBVG und Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften) am 27. Februar 2014 veranstaltete.

Gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich zunächst über regional differenzierte Versorgungskonzepte in anderen Ländern. Prof. Dr. Dirce Stein Backes (Centro Universitario Franciscano) stellte das Familiengesundheitsprogramm in Brasilien vor, Dr. Kerstin Hämel (Universität Bielefeld) berichtete zu regionalen Versorgungszentren aus Kanada und Finnland. Die rege Diskussion im Anschluss verdeutlicht, dass auch in Deutschland die Suche nach innovativen Modellen im Gang ist. Angesichts der demografischen Entwicklungen besitzt das Thema bei Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, Krankenkassen und des Landes eine hohe Relevanz.

Am Nachmittag stand die Situation in NRW im Mittelpunkt. Drei Forschungsprojekte des NuV-Verbunds wurden vorgestellt, in denen spezifische Frage-stellungen zu regional differenzierter Versorgung im ländlichen Raum und in Großstädten in Nordrhein-Westfalen untersucht werden (Yvonne Queißer-Schlade, Angela Nikelski, Janina Kutzner). Wie wichtig der kommunale Dialog mit allen Akteursgruppen ist, um regional vernetzt Versorgungskonzepte auf den Weg zu bringen, machte Dr. Vera Gerling von der TU Dortmund in ihrer Präsentation des Projekts StrateGin (Region Südwestfalen) deutlich.

Die vielfältigen Diskussionen in Plenum zeigten die hohe Relevanz des Themas und verwiesen auf vielfältige offene Fragen und Herausforderungen. Die Forschungskooperation NuV leistet mit ihren Projekten zur Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für die Entwicklung bedarfsund nutzerorientierter Versorgungskonzepte einen Beitrag zum Umgang mit diesen Herausforderungen. Der mit dem Workshop begonnene Dialog mit verantwortlichen Akteuren und Wissenschaftlern wird weiter fortgesetzt.

So wird noch in diesem Jahr, am 30. und 31. Oktober 2014, eine internationale Fachtagung in Bielefeld stattfinden, bei der die Förderung der Nutzer und Nutzerinnen hinsichtlich ihrer Gesundheitskompetenz und des Selbstmanagements in unterschiedlichen Phasen des Lebenslaufs in den Blick genommen wird.

Fotografin/Fotograf: Detlev Grewe-König

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begrüßung der Workshopteilnehmenden durch (stehend v. l.) Prof. Dr. Doris Schaeffer (Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften) und Prof. Dr. Annette Nauerth (FH Bielefeld, InBVG).

 

 

Programm

Ab 10:00 Uhr

10:30 Uhr

Anmeldung und Begrüßungskaffee

Grußworte: Prof. Dr. Annette Nauerth, Prof. Dr. Doris Schaeffer, Dr. Kerstin Hämel

 

Block 1: Wohnortnahe Primärversorgung - internationale Konzepte

Moderation: Prof. Dr. Annette Nauerth, Fachhochschule Bielefeld

10:40 Uhr

Primärversorgung und Familiengesundheitsprogramm in Brasilien
1. Teil (PDF)
2. Teil (PDF)

Prof. Dr. Dirce Stein Backes, Santa Maria, Centro Universitario Franciscano (UNIFRA), Santa Maria, Rio Grande do Sul

Kommentar: Perspektiven der Familiengesundheitspflege in Deutschland
Prof. Dr. Andreas Büscher, Hochschule Osnabrück

11:45 Uhr

Diskussion

12:00 Uhr

Kaffeepause

12:15 Uhr

Primärversorgungszentren in Kanada und Finnland (PDF)
Dr. Kerstin Hämel, Prof. Dr. Doris Schaeffer, Universität Bielefeld

Kommentar: Stand und Perspektiven der Primärversorgung in Deutschland
Prof. Dr. Markus Herrmann, Universität Magdeburg 

12:45 Uhr

Diskussion

13:00 - 14:00 Uhr

Mittagspause

 

Block 2: Regional differenzierte Versorgung in Nordrhein-Westfalen

Moderation: Dr. Marisa Kaufhold, Fachhochschule Bielefeld

14:00 Uhr

Einführung: Demografischer Wandel und Bedarfsunterschiede in NRW (PDF)
Janina Kutzner, Angela Nikelski, Yvonne Queißer-Schlade, Bielefeld

14:15 Uhr

Raumzeitliche Analysen des Pflegebedarfs unter Berücksichtigung der Morbiditätsentwicklung in NRW (PDF)
Yvonne Queißer-Schlade, Universität Bielefeld

14:30 Uhr

Räumliche und soziale Disparitäten in der pflegerischen Versorgung. Die Pflege- und Versorgungssituation von Frauen in Großstädten in NRW (PDF)
Angela Nikelski, Fachhochschule Bielefeld

14:45 Uhr

Pflegerische Versorgung in benachteiligten Regionen - Strukturen und Angebote (PDF)
Janina Kutzner, Universität Bielefeld

Kommentar: Gestaltungsoptionen der Unterstützung und Begleitung vor Ort
Stefan Juchems, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW

15:15 Uhr

Diskussion

15:30 Uhr

Kaffeepause

15:45 Uhr

Sicherstellung einer demografiesensiblen Versorgung in Südwestfalen – Konzepte und Handlungsansätze des Projekts „StrateGIN“ (PDF)
Dr. Vera Gerling, Institut für Gerontologie an der TU Dortmund

Kommentar: Perspektiven der regional vernetzten Versorgung im Alter
Uwe Borchers, ZIG - Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL, Bielefeld

16:30 Uhr

Diskussion

16:45 Uhr

Ausblick und Verabschiedung
Prof. Dr. Annette Nauerth, Prof. Dr. Doris Schaeffer, Dr. Kerstin Hämel

 


 

Forschungswelten 2013

5. Internationaler Kongress für angewandte Pflege- und Gesundheitsforschung

Auf dem 5. Internationalen Kongress für Angewandte Pflege- und Gesundheitsforschung an der UMIT in Hall/Tirol (11.-12.10.2013) hat der Forschungsverbund NuV ein Satellitensymposium unter der Leitung von Dr. Annett Horn und Dr. Kerstin Hämel organisiert. Dort haben die Projektmitarbeiterinnen zum ersten Mal der Fachöffentlichkeit einen Einblick in ihre Forschungsprojekte gewährt und in Vorträgen und einer Postersession ihre Vorhaben zur Diskussion gestellt.
Im ersten Panel stand der Themenbereich „Förderung der Gesundheitskompetenz und des Selbstmanagements“ als Teil einer nutzerorientierten pflegerischen Versorgung in unterschiedlichen Phasen des Lebenslaufs im Mittelpunkt. Die Projekte leisten in einem ersten Schritt einen Beitrag zur konzeptionellen Klärung von Selbstmanagementförderung und Health Literacy, erfassen dann die spezifischen Voraussetzungen unterschiedlicher Zielgruppen, um sie schließlich mit passgerechten Interventionen zu erreichen.
Das zweite Panel fokussierte die unterschiedlichen pflegerischen Versorgungsherausforderungen in der Stadt und auf dem Land, die sich im Zuge der sozio-demografischen Wandlungsprozesse ergeben. Die Vorträge plädierten für regional ausgerichtete weiterführende Analysen der Ressourcen und Probleme in den unterschiedlichen Communities, um Handlungsansätze und Strategien einer regional differenzierten Versorgung zu identifizieren bzw. weiter zu entwickeln
„Diese Veranstaltung und insbesondere die Diskussion mit den Fachexperten haben sich wirklich gelohnt. Wir sind ein Stück weiter gekommen“, das war die einhellige Meinung der Projektmitarbeiterinnen.
Der Forschungsverbund dankt allen Diskutant/-innen für das große Interesse!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 [v.L.:] Sabine Roebers, Dr. Kerstin Hämel, Yvonne Queißer-Schlade,
Dr. Annett Horn, Angela Nikelski, Judith Greiwe, Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin,
Dominique Vogt, Britta Kelch, Cornelia Geukes, Janina Kutzner

 


 

Start der Forschungskooperation NuV

 

 

 

 

 


"Sie alle betreten Neuland, aber sie sind von viel Expertise umgeben"


Bielefeld (fhb). Es ist eine Kooperation der besonderen Art: Die Fachhochschule Bielefeld und die Universität Bielefeld haben sich im Projekt "Nutzerorientierte Versorgung bei chronischer Krankheit und Pflegebedürftigkeit" - kurz NuV - zusammengefunden und werden hier zehn Doktorandinnen über einen Zeitraum von zunächst drei Jahren gemeinsam in einem Graduiertenkolleg ausbilden.


Im Herbst vergangenen Jahres hatten die beiden Hochschulen als eine der Gewinnerinnen des vom Wissenschaftsministerium ausgelobten Wettbewerbs "NRW.Forschungskooperationen" 1,5 Millionen Euro eingeworben. Jetzt wurden die neuen Doktorandinnen an der FH Bielefeld offiziell begrüßt. Professorin Dr. Doris Schaeffer von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, zugleich NuV-Sprecherin: "Sie alle betreten Neuland, aber sie sind von viel Expertise umgeben. Wir wollen sie neugierig machen, und wir hoffen, dass sie ihren Beitrag zur Weiterentwicklung der Pflegewissenschaften in Deutschland leisten."


In der Tat haben die Pflege- und Gesundheitswissenschaften an den beiden Hochschulen sowohl Tradition als auch Reputation. Professorin Dr. Beate Rennen-Allhoff, die Präsidentin der FH Bielefeld, erinnerte an die Anfänge: 1996 wurde an der FH der Fachbereich Pflege und Gesundheit eingerichtet, und es wurde mit der Uni ein gemeinsames Institut für Pflege gegründet. Wissenschaftliche Publikationen folgten, wie beispielsweise die Herausgabe des 1. Handbuchs Pflegewissenschaften in Deutschland. Die Verbundenheit der beiden Hochschulen ist mittlerweile zu einer "strategischen Partnerschaft" (Rennen-Allhoff) ausgewachsen. Beide profitieren, wie das NuV-Projekt deutlich macht.
Forschungs-Prorektor Prof. Dr. Martin Egelhaaf von der Uni sieht das genauso. Universität und Fachhochschule "gehen auf vielen Gebieten immer weiter aufeinander zu", so Egelhaaf. Das NuV-Graduiertenkolleg sei "eine zukunftsweisende Kooperation und in seiner Bedeutung kaum zu unterschätzen".


Das NuV-Projekt hat seine Geschäftsstelle in den Räumen des Instituts für Bildungs- und Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich (InBVG), das seitens der FH die NuV-Aktivitäten koordiniert. Professor Dr. Uwe Rössler, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft und Gesundheit, sieht in der Kooperation einen "weiteren wichtigen Baustein für die Lehreinheit Pflege und Gesundheit", weshalb sich der Fachbereich - wie auch das Präsidium - mit Nachdruck um die Infrastruktur des Instituts gekümmert habe. Professor Dr. Oliver Razum, Dekan der 1994 an der Uni gegründeten Fakultät für Gesundheitswissenschaften, verwies darauf, dass der seit zehn Jahren bestehende Promotionsstudiengang Public Health nunmehr aufgewertet würde und dass den Doktorandinnen dank einer zusätzlichen Professur eine direkte Ansprechperson zur Seite stehen würde. Razum hielt auch fest: "Das Thema Pflege braucht mehr Männer."


Denn es sind ohne Ausnahme Frauen, die im NuV-Projekt wissenschaftlich qualifiziert werden. Dabei konzentriert sich der Forschungsverbund auf zwei Themenschwerpunkte: regional differenzierte Versorgungskonzepte sowie die Förderung der Gesundheitskompetenz und des Selbstmanagements in unterschiedlichen Phasen des Lebenslaufs. Fünf Projektthemen gibt es zu diesen Schwerpunkten, jeweils betreut von wissenschaftlichen Tandem-Teams aus Uni und FH. Professorin Dr. Annette Nauerth, NuV-Sprecherin der FH: "Hier treffen zwei ganz unterschiedliche akademische Kulturen aufeinander. Beide können voneinander lernen." "Probiert alles, und das Gute behaltet", so ihre Empfehlung.
Professorin Schaeffer gab den Doktorandinnen mit auf ihren akademischen Weg: "Entwickeln sie Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, beziehen Sie Position und behaupten sie diese. Werden Sie Change Agent."